Bundesregierung : Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nimmt als oberste Bundesbehörde vielfältige Aufgaben wahr. Dazu gehören die Gesetzgebung in der außerschulischen beruflichen Bildung, Weiterbildung und Ausbildungsförderung sowie die finanzielle Förderung von Wissenschaft und Forschung, des wissenschaftlichen Nachwuchses und die internationale Kooperation. Mit der Förderung von Forschung und Entwicklung sollen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Grundlagen für die Zukunft unserer Volkswirtschaft gesichert werden. In einem Land, dessen Wohlstand maßgeblich von der Innovationskraft seiner Wirtschaft abhängt, ist Innovationsförderung unverzichtbar. Deshalb verfolgt das BMBF die Hightech-Strategie der Bundesregierung und führt auch im Bereich der Medizintechnik mit dem Fachprogramm Medizintechnik neue Instrumente der Innovationsförderung ein.

Eine breite Straße führt vom unteren Bildrand nach links. Rechts daneben ist eine moderne, graue, mehrstöckige Häuserfront zu sehen, das neue BMBF-Gebäude.
Der Berliner Standort des Bundesforschungsministeriums am Kapelle-Ufer.

Innovationen in der Medizintechnik bieten ein großes Potenzial für die Gesundheitsversorgung der Zukunft und zugleich große wirtschaftliche Chancen für Unternehmen in Deutschland. Innovative Medizintechnik leistet wichtige Beiträge für eine bessere Patientenversorgung, für mehr Lebensqualität sowie für Selbständigkeit und soziale Teilhabe im Alter. Die Medizintechnikindustrie in Deutschland ist eine höchst innovative und wachstumsstarke Branche, die vor zahlreichen Herausforderungen steht. So gilt es insbesondere die Effektivität von Forschung und Entwicklung zu steigern, Entwicklungszeiten zu verkürzen, die Investitionen am Standort zu erhöhen und für innovative Medizinprodukte mit einem entsprechenden Patientennutzen den schnellen Zugang zu einem hoch regulierten Markt sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund haben das BMBF, das Bundesgesundheits- und das Bundeswirtschaftsministerium 2011 den Nationalen Strategieprozess Innovationen in der Medizintechnik“ ins Leben gerufen. Dessen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sind im Schlussbericht des Strategieprozesses festgeschrieben.

Die forschungs-und innovationspolitischen Empfehlungen aus dem Nationalen Strategieprozess hat das BMBF in einem Fachprogramm Medizintechnik (FPMT) aufgegriffen. Das FPMT ist der neue strategische Rahmen für die Innovationsförderung des Bundesforschungsministeriums im Bereich Medizintechnik und ist eingebettet in das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung. (Mehr Informationen: www.gesundheitsforschung-bmbf.de). Die Förderung des BMBF ist Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung (www.hightech-strategie.de) und des Zehn-Punkte-Programms des BMBF „Vorfahrt für den Mittelstand“.

Mit dem Fachprogramm Medizintechnik verfolgt das BMBF einen ganzheitlichen Ansatz und bündelt seine Förderaktivitäten zur Medizintechnik entlang des gesamten Innovationsprozesses. Noch stärker als bisher wird versorgungs- und patientenorientiert gefördert  und dabei besonders der Mittelstand unterstützt. Mit entsprechenden Fördermaßnahmen zur engen Vernetzung von Industrie, Wissenschaft und klinischer Anwendung will man sicherstellen, dass gute Ideen schneller als bisher als innovative Versorgungslösungen den Patienten erreichen. 240 Millionen Euro, also knapp eine Viertelmilliarde Euro, stellt das BMBF allein bis 2021 für die Umsetzung des Fachprogramms zur Verfügung. Informationen zu den einzelnen Fördermaßnahmen des BMBF finden Sie im Förderkompass (hier der entsprechende Link).

Weitere Aspekte der Gesundheitsforschung werden in den Themenfeldern Informationstechnologie, Photonik, Materialwissenschaften sowie der Förderung in den Neuen Bundesländern behandelt. Als Erstanlaufstelle zur Förderberatung steht Interessenten die Förderberatung des Bundes zur Verfügung, die über alle Förderangebote des BMBF und anderer Fördermittelgeber berät.

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