Neue Förderrichtlinie : Innovative Medizintechnik schneller zum Patienten bringen

Mit der neuen Förderrichtlinie „Medizintechnische Lösungen in die Patientenversorgung überführen – Klinische Evidenz ohne Verzögerung belegen“ bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung dem Mittelstand in der Medizintechnik Innovationsbeihilfen für die klinische Validierung an.

Zwei Ärzte eilen einen Gang entlag und blicken dabei auf Papierbögen, die sie n den Händen halten.
Innovationen sollen schneller am Patienten ankommen. Deshalb fördert das Bundesforschungsministerium jetzt klinische Validierungsprozesse in der Medizintechnik.

Ab 2017 ändern sich in Europa die Zulassungsanforderungen für Medizinprodukte- und In-Vitro-Diagnostika ganz wesentlich. Die neuen Regelungen haben vor allem das Ziel, die Sicherheit und Wirksamkeit von medizintechnischen Lösungen zu belegen. Dies geht in der Regel mit strengeren Vorgaben bei der klinischen Validierung von Medizinprodukten der Risikoklasse II und III einher.

Den Medizintechnik-Mittelstand in Deutschland stellt das vor hohe Herausforderungen. Mit der Fördermaßnahme „Medizintechnische Lösungen in die Patientenversorgung überführen – Klinische Evidenz ohne Verzögerung belegen“ will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dazu beitragen, dass erfolgsversprechende Innovationen mit hohem Versorgungspotenzial nicht an den hohen Kosten von klinischen Prüfungen scheitern. Das BMBF erweitert damit die Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen bis hin zur klinischen Validierung medizintechnischer Lösungen in zulassungsrelevanten klinischen Prüfungen.

Förderfähig sind zum einen der Aufbau entsprechender klinischer Expertise in den Unternehmen und zum anderen die Durchführung klinischer Prüfungen von innovativen medizintechnischen Lösungen. Förderanträge können bis zum 31. Oktober 2017 eingereicht werden.

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