Kurz&Bündig : Innovative Biomaterialien mit Chinesen entwickeln

Nachrichtenhunger auch am Wochenende? Hier gibt es einige Kurzmeldungen, die zum Weglassen viel zu schade wären.

Großaufnahme einer Hand. Zwischen Daumen und Zeigefinger steckt ein fein ziseliertes Metallröhrchen.
Biomaterialien kommen in der Medizin häufig zum Einsatz, beispielsweise bei kardiovaskulären Implantaten.

Innovative Biomaterialien mit Chinesen entwickeln

Unternehmen, Hochschulen, forschende Kliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die medizinische Therapien auf Basis innovativer Biomaterialien entwickeln, können sich noch bis zum 15. Mai 2018 um Förderung im Rahmen deutsch-chinesischer Verbundprojekte bewerben. Ursprünglich mussten die Projektskizzen bis zum 15. März 2018 abgegeben werden. Diese Woche wurde die Förderrichtlinie vom BMBF um zwei Monate verlängert. Allerdings ist die Änderungsbekanntmachung noch nicht erschienen. Interessenten können sich an den verantwortlichen Projektträger, die VDI Technologiezentrum GMBH, wenden.

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News: Gesucht innovative Biomaterialien

Bekanntmachung vom 28. Dezember 2017

Bundesärztekammer: weniger Behandlungsfehler im Jahr 2017

Im Jahr 2017 wurden bundesweit insgesamt 7.307 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern getroffen (Vorjahr: 7.639). Am vergangenen Dienstag veröffentlichte die Bundesärztekammer ihre Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Es lag in 2.213 Fällen ein Behandlungsfehler vor (Vorjahr: 2.245). Davon wurde in 1.783 Fällen ein Behandlungsfehler als Ursache für einen Gesundheitsschaden ermittelt, der einen Anspruch des Patienten auf Entschädigung begründete (Vorjahr: 1845). Die häufigsten Diagnosen, die zu Behandlungsfehlervorwürfen führten, waren Knie- und Hüftgelenksarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkfrakturen. In 430 Fällen lag ein Behandlungsfehler vor, der jedoch keinen kausalen Gesundheitsschaden zur Folge hatte.

Facebook stoppt E-Health-Projekt mit Kliniken

Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, stoppte diese Woche ein geplantes E-Health-Projekt. Facebook wollte, nach Medienangaben, von seinem New Yorker Büro aus mit Kliniken zusammen arbeiten – unter anderem mit der Stanford Medical School und dem American College of Cardiology. Im Kern ging es um die Entwicklung eines Algorithmus, um Patientenprofile zu erstellen. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit dem Skandal um die Weitergabe von über 87 Millionen Nutzerdatensätzen an Cambridge Analytica.

Elektronische Gesundheitskarte: 2.000 Praxen gehen pro Woche ans Netz

Uwe Eibich, Chef von Compugroup Medical, sagte in dieser Woche gegenüber der Ärztezeitung, dass bislang 10.000 Praxen an die digitale Infrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte angeschlossen worden sind. Und wöchentlich kämen 2.000 Praxen hinzu. AOK-Chef Martin Litsch kritisierte kurz vor Ostern in der Rheinischen Post erneut die elektronische Gesundheitskarte. Litsch nannte das Projekt „gescheitert“. Dieses Jahr werde es die zwei Milliarden-Kostengrenze knacken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn müsse die Digitalisierung des Gesundheitswesens „dringend auf neue Füße stellen“. So müssten Patienten jederzeit Zugang zu ihren Daten haben – etwa über ihre Smartphones. Die Gematik solle in eine Regulierungsbehörde umgewandelt werden, die sich um digitale Gesundheitsanwendungen kümmere.

Chirurgen und Deutscher Pflegerat fordern steuerfinanziertes Sofortprogramm

Immer häufiger müssen Operationssäle leer stehen und Intensivbetten gesperrt werden, weil in den Kliniken das Fachpersonal fehlt. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) und der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) fordern daher ein steuerfinanziertes Sofortprogramm zur Schaffung von 50.000 Planstellen für Pflegepersonal, eine bessere Vergütung und eine Umsetzung von Personalschlüsseln, die Schweregrade bei der Versorgung flexibel berücksichtigen. „Wir müssen Operationen absagen, weil die pflegerische Versorgung vor, während und nach dem Eingriff nicht gewährleistet werden kann“, sagt DGCH-Präsident Jörg Fuchs. „Ganze Stationen werden wegen Pflegepersonalmangels gesperrt und die Reaktionszeit bei Schmerzen ist leider oftmals viel länger als wünschenswert.“

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