Medica 2018 : Rückenwind für Forschung und Entwicklung

Während die europäische Medizinprodukteverordnung den Herstellern das Leben schwer macht, unterstützt das Bundesforschungsministerium die Branche mit zahlreichen Fördermaßnahmen. Die aktuellsten werden bei der Medica 2018 vorgestellt. Am Stand der Bundesregierung in Halle 15/A56 geben Mitarbeiter des zuständigen Projektträgers Tipps für die Antragstellung. Persönliche Beratungsgespräche können vorab gebucht werden.

Medica: Blick über die Schulter einer jungen Frau. In ihren Händen hält sie eine Broschüre mit dem Titel "Patientenversorgung verbessern - Innovationskraft stärken". Im Bildhintergrund sitzt eine Gruppe von Menschen redend um einen Tisch.
„Patientenversorgung verbessern – Innovationskraft stärken“ ist das Fachprogramm Medizintechnik des Bundesforschungsministeriums überschrieben. Aktuelle Fördermaßnahmen werden bei der Medica 2018 vorgestellt.

Die deutsche Medizintechnikbranche ist wachstumsstark und innovationsfreudig. Ihre Produkte genießen weltweit einen guten Ruf, der Stempel „Made in Germany“ gilt als Qualitätsgarant. Damit das auch in Zukunft so bleibt, unterstützt der Bund die Branche mit zahlreichen Fördermöglichkeiten. Aktuelle Fördermaßnahmen werden bei der diesjährigen Medica am Stand der Bundesregierung in Halle 15/A56 vorgestellt. Persönliche Beratungsgespräche können vorab auf der Seite des Strategieprozesses Medizintechnik gebucht werden.

Aktuelle Fördermaßnahmen

Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen

Mit dieser Fördermaßnahme will das BMBF die Entwicklung innovativer medizintechnischer Lösungen für Prävention, Diagnostik und Versorgung nosokomialer Infektionen (häufig als „Krankenhausinfektionen“ bezeichnet) unterstützen. Die Anwendungen sollen nosokomiale Infektionshäufigkeiten entlang des gesamten Versorgungspfades spürbar reduzieren helfen.

Medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung

In der medizinischen Versorgung von Kindern muss häufig auf Medizinprodukte zurückgegriffen werden, die eigentlich für Erwachsene entwickelt worden sind. Doch Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ziel dieser Fördermaßnahme ist deshalb, die Forschung und Entwicklung innovativer altersgerechter medizintechnischer Lösungen für Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

Medizintechnische Lösungen in die Patientenversorgung überführen – Klinische Evidenz ohne Verzögerung belegen

Diese Maßnahme soll Unternehmen den nahtlosen Übergang von Forschung und Entwicklung hin zur klinischen Prüfung neuer medizintechnischer Lösungen ermöglichen. Dafür bietet das BMBF Innovationsbeihilfen zum Aufbau regulatorischer Expertise in den Unternehmen oder zur Beauftragung von Dienstleistungen zur Vorbereitung, Durchführung und Bewertung klinischer Prüfungen an.

KMU innovativ: Medizintechnik

Mit dieser fortlaufenden themenoffenen Förderrichtlinie adressiert das BMBF anwendungsorientiert forschende kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in der Medizintechnik tätig sind bzw. in dieser Branche Fuß fassen wollen. Insbesondere soll die Fördermaßnahme industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben unterstützen, die ohne Förderung nicht oder nur deutlich verzögert durchgeführt werden.

Daneben werden auch Fragen zum German Accelerator Life Sciences (GALS) und zum Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) beantwortet. GALS richtet sich insbesondere an Start-ups und junge Unternehmen. ZIM ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm, in dessen Rahmen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit ihnen zusammenarbeiten, Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte erhalten. Bewerber müssen den technologischen Innovationsgehalt sowie gute Marktchancen ihrer FuE-Projekte belegen können.

Wer wissen möchte, wie die Forschungsförderung organisiert ist oder wie man Fördergelder beantragt, ist bei der Förderberatung des Bundes richtig. Auch sie ist am Medica-Stand der Bundesregierung vertreten.

© Medizintechnologie.de

 

 

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