Kurz und bündig : Der Gesundheitsmarkt wächst weiter

Nachrichtenhunger auch am Wochenende? Hier gibt es einige Kurzmeldungen, die zum Weglassen viel zu schade wären.

Eine Zeichung: Vor blauem Hintergrund schwebt ein Tortendiagramm,also ein in mehrere Teilstücke zerteilter Kreis. Eine Frau sitzt rittlings auf dem Kreis. Andere Menschen stehen oder sitzen um den Kreis herum. Ein Sitzender hat einen Laptop auf den Knien. Hinter dem Kreis strebt ein weißer Pfeil steil nach oben.
Der weltweite Gesundheitsmarkt wächst Frost and Sullivan zufolge in diesem Jahr um knapp fünf Prozent.

Medical Valley feiert zehnjähriges Bestehen

Grund zum Feiern hatte Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) in der vergangenen Woche. Am 26. Februar feierte der Spitzencluster in der „Medical Valley Innovation Night“ sein zehnjähriges Bestehen. Unter den Feiernden waren so honorige Gäste wie Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der Vorstandsvorsitzende des Medical Valley EMN e. V. Prof. Erich R. Reinhardt. Aus der Spitzenclusterförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen, nahm das Cluster 2007 seine Arbeit auf. Mittlerweile sind über 190 Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung im Medical Valley zusammengeschlossen. Wir gratulieren!

Gesundheitsmarkt wächst – dank digitaler Technologien

Grund zur Freude liefert auch eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsunternehmens Frost und Sullivan. Demnach prognostiziert das Marktforschungsunternehmen dem weltweiten Gesundheitsmarkt ein Wachstum von 4,8 Prozent. Zwar würden in den Industrieländern Westeuropas und in den USA die Preise für Medizinprodukte und Geräte sinken. Doch die Märkte in der Asien-Pazifik-Region böten sehr gute Absatzchancen. Weltweit am meisten gefragt seien vor allem digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Big Data und Robotik. Da im Zuge dessen weltweit immer mehr Gesundheitsdaten anfielen, würde die Cloud zur wichtigsten Plattform.

Innovative Köpfe – aufgepasst!

Auch 2018 gibt es von der Stiftung Münch wieder viel Geld für innovative Ideen: nämlich jeweils 20.000 Euro für eine wissenschaftliche Arbeit aus der Versorgungsforschung und für eine innovative praktische Anwendung. Im Fokus stehen dabei kreative neue Technologien und die Chancen, die sich aus Digitalisierung und Robotik ergeben. Der Eugen Münch-Preis wird seit 2015 jährlich verliehen. Im vergangenen Jahr wurden Alexander Wolff von Gudenberg („Speechagain – die digitale Stottertherapie“) und Dmitrij Achelrod („Gesundheitsökonomische Evaluation von Telemonitoring für COPD in Deutschland“) ausgezeichnet. 2016 erhielten die Entwickler der Migräne-App M-Sense, der Memore-Box von Retrobrain und der Schweizer Telemedizinanbieter Medgate den Preis für ihre praktischen Anwendungen innovativer digitaler Lösungen.

Mit dem Koalitionsvertrag zu einer neuen Fortschrittskultur

Im Koalitionsvertrag ist die Rede von einer Fortführung des Strategieprozesses Medizintechnik. Diese Aussicht gefällt dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed). Der Branchenverband wolle diesen Prozess nutzen, um eine „neue Fortschrittskultur in der Weiterentwicklung und Verbesserung der Patientenversorgung in Deutschland durch neue technische Lösungen“ zu erreichen, erklärt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. Dafür sei das Zusammenspiel von Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium von großer Bedeutung. „Wir wünschen uns eine positive Atmosphäre für den medizinisch-technischen Fortschritt und einen schnelleren Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesundheitsversorgung.“ Der Koalitionsvertrag gebe dafür die richtige Richtung vor, etwa wenn es heiße, dass medizinische Innovationen schneller in die Regelversorgung gelangen und dafür die Verfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses beschleunigt werden sollen.

Mehr im Internet:

Global healthcare industry outlook 2018, Frost and Sullivan

Weitere Informationen zum Eugen Münch-Preis

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