Medtec Europe 2018 : Vernetzung von A bis Z

„Smart Technologies“ und „Smart Health“ stellen neue Anforderungen an die Medizintechnikbranche. Die diesjährige Medtec Europe vom 17. bis 19. April 2018 in Stuttgart rückt diese Themen deshalb in ihren Fokus.

Männer in Anzügen laufen auf eine junge Frau zu und strecken ihr Eintrittskarten entgegen. Daruf ist "Medtec Europe" zu lesen.
Die Medtec Europe rechnet in diesem Jahr mit 7.000 Besuchern.

Die Digitalisierung schreitet rasant voran und ermöglicht die Vernetzung von medizinischen Geräten, Sensortechnologien, mobilen Apps, Software, Hardware und Gesundheitsinfrastruktur. Unter den Stichworten „Smart Health“ und „Smart Technologies“ zusammengefasst, eröffnet sich damit ein Potenzial, das die Gesundheitsfürsorge revolutionieren könnte.

„Da Smart Health eine Verbindung aus Medizinprodukten, Elektronik, Telekommunikation, IT-Konnektivität, Software und Infrastrukturlösungen voraussetzt, ist hierfür jedoch eine Palette an Expertise aus verschiedensten Unternehmen unabdingbar“, sagt Anne Schumacher, Leiterin der Medtec Europe beim Messeveranstalter UBM. „Daher setzen wir bei der Medtec Europe weiter auf Vernetzung: Wir bringen die führenden Experten aus der gesamten Lieferkette der Medizintechnikindustrie zusammen, präsentieren bahnbrechende Produktinnovationen, die wichtigsten Trends und neuesten Erkenntnisse, um die Branche fit für kommende Schlüsselthemen in einer digitalen Welt zu machen.“ Zwei spezielle Bereiche werden zu Smart Health und Smart Manufacturing präsentiert, die sich mit Themen rund um die Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Zukunft der Herstellung von Medizinprodukten beschäftigen.

Zusammenarbeit mit etablierten Partnern

Um Geschäftsbeziehungen zu fördern und Produktentwicklungen anzustoßen, wurden etablierte Partnerschaften und Formate ausgebaut sowie neue entwickelt: Mit der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (VDE DGBMT) holt UBM dieses Jahr ausgeprägte Expertise im Bereich Biomedizin und Medizintechnik auf die Medtec Europe. Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) wurde vertieft – die erste „Jahrestagung junger Fachkräfte in der Medizintechnik, Biotechnologie und verwandten Bereichen“ findet am 18. April auf der Medtec Europe statt.

Weiterhin bestehen Partnerschaften mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). Letzteres organisiert wieder die im Jahr 2017 entwickelte Fachkonferenz „Medical Device Manufacturing“. Hier treffen sich am 17. April Entscheidungsträger aus Forschung und Entwicklung, Mediziningenieure und Produktentwickler, um die wichtigsten Herausforderungen im Bereich der Fertigung von Medizinprodukten aus technischer und wissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren.

Start-ups stellen sich vor

Wieder auf dem Programm stehen am 17. April auch die Start-up-Academy, wo ausgewählte Jungunternehmer ihre neuesten Entwicklungen vorstellen, sowie das Breakfast Meeting am 18. April. Es bietet detaillierte Einblicke bezüglich Interpretation und Anwendung der neuen MDR-Vorschriften. Daneben laden mehr als 55 weitere Seminare und Workshops insbesondere zu den Themen Digitalisierung, Connected Health und Intelligente Fertigung Besucher zum Zuhören und Mitdiskutieren ein.

„Mit unseren starken Partnern an der Seite entwickelt sich die Medtec Europe zu einer der am besten vernetzten und innovativsten Plattformen für Trends in der Medizintechnologie“, kommentiert Schumacher. Erwartet werden über 500 Aussteller und rund 7.000 Besucher aus über 75 Ländern.

Neue Hallenstruktur unterteilt Produktionsphasen

Weil die Medtec Europe alle Segmente der Medizintechnik von A bis Z abdeckt, wurde der Messeauftritt neu strukturiert: „Um unseren Besuchern einen besonders übersichtlichen Zugang zur gesamten Produktionskette zu ermöglichen, haben wir die Bereiche Forschung und Entwicklung, Material und Komponenten, Testing, Produktion und Postproduktion nun nach Produktionsphasen unterteilt“, berichtet Schuhmacher. So sollen die Teilnehmer ihr Interessengebiet schneller finden.

Um zeitaufwendiges manuelles Suchen nach passenden Kontakten zu ersparen, bietet die Messe zudem das Portal Medtec Meetings mit automatischer Matching-Funktion. Hierüber kann man schon vor der Veranstaltung Kontakt zu potenziellen Geschäftspartnern aufnehmen. „Wir wollen Beziehungen unter den Branchenmitgliedern fördern, die Unternehmen wirklich helfen, zu gedeihen und zu wachsen – und um gemeinsam die nächste Generation von Medizinprodukten zu schaffen“, fasst Schuhmacher zusammen.

Mehr im Internet:

Medtec Europe

Vorab-Terminvereinbarung

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