Kurz & bündig : Carl Zeiss Meditec: Geschäft in den USA brummt

Nachrichtenhunger auch über das Wochenende? Hier gibt es einige Kurzmeldungen, die zum Weglassen viel zu schade wären. Am Freitag stellte Ludwin Monz, Konzernchef von Carl Zeiss Meditec, die Neunmonatsbilanz in Jena vor.

Das ist die Produktionsstätte von Carl Zeiss in Jena-Süd.

Beim Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss Meditec brummt weiterhin das Geschäft mit Augenlasern, Diagnostikgeräten und Operationsmikroskopen. Allerdings zehrt beim Thüringer TecDax-Unternehmen – wie bei vielen exportorientierten deutschen Unternehmen – der starke Euro am Erfolg.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 konnte das Unternehmen seinen Umsatz endgültigen Zahlen zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 926,3 Millionen Euro steigern. Ohne den Währungseffekt hätte sich ein deutlich größeres Plus von knapp 12 Prozent ergeben, wie Carl Zeiss Meditec am Freitag in Jena mitteilte.

Im amerikanischen Markt, wo das Unternehmen die größten Zuwächse verzeichnete, wurde das Wachstum durch ungünstige Wechselkurseffekte weitgehend aufgezehrt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg leicht von 132,6 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 134,8 Millionen Euro. Unter dem Strich ging der Gewinn jedoch von 92,5 auf knapp 82 Millionen Euro zurück.

In den Vereinigten Staaten habe Carl Zeiss Meditec den Vertrieb inzwischen schlagkräftiger aufgestellt, seinen Service verbessert und die angebotene Produktpalette erweitert. Der Handelskrieg zwischen den USA und China betreffe das Unternehmen indes nur wenig, „weil wir nur eine geringe Produktion dort haben“, sagte Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender Carl Zeiss Meditec. „Nichtsdestotrotz betrachten wir die Situation mit Sorge.“

Im Vorjahr hatte allerdings unter anderem ein Sondereffekt aus einem Verkauf den Überschuss erhöht. Seine Jahresziele bestätigte das Unternehmen. Der Konzern hatte bereits zur Vorlage vorläufiger Umsatzzahlen  Anfang Juli seine Ziele für die Erlöse angehoben, sie sollen sich nun innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,3 Milliarden Euro bewegen.

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US-Wirtschaftspolitik: Neue, harte Zeiten

Amazon eröffnet erste Klinik in Seattle

Um seine Gesundheitskosten zu senken, erwägt Amazon einem Medienbericht zufolge eigene Kliniken an den Start zu bringen. Der Internetkonzern von Tech-Milliardär Jeff Bezos diskutiere den Aufbau medizinischer Grundversorgungsstellen am Hauptsitz in Seattle, berichtete der US-Sender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf zwei eingeweihte Quellen. Amazon wollte sich dazu nicht äußern.

Es handelt sich den zitierten Kreisen zufolge um ein Pilotprojekt, für das zunächst eine kleine Anzahl an Doktoren für eine ausgewählte Gruppe von Mitarbeitern angeheuert werden solle. Anfang 2019 könne der Service dann ausgeweitet werden. Nach Verhandlungen mit externen Anbietern sei entschieden worden, selbst tätig zu werden. Amazon würde damit dem Beispiel des iPhone-Herstellers Apple folgen.

Anfang des Jahres hatte der Bezos-Konzern bereits ein Gemeinschaftsprojekt mit der Großbank JPMorgan Chase und Starinvestor Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway angekündigt, um Wege zu finden, die Gesundheitskosten für die Mitarbeiter zu senken. Das US-Gesundheitssystem leidet unter hohen Versicherungskosten und gilt als eines der ineffizientesten weltweit.

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E-Health in den USA: Keine dünnen Bretter bohren

NAKO-Beirat vergrößert

„Die Aufstockung auf 10 Personen im wissenschaftlichen NAKO-Beirat ist der zunehmenden Bedeutung der NAKO-Studie im internationalen Kontext geschuldet“, sagt Klaus Berger, Vorstandsvorsitzender der NAKO-Gesundheitsstudie. Der ehrenamtlich tätige, internationale wissenschaftliche Beirat unterstützt die NAKO-Gesundheitsstudie, indem er den Vorstand und die Mitgliederversammlung in allen wissenschaftlichen und inhaltlichen Fragen berät. Für Fragen des Ergebnistransfers und der Translation in die Praxis bildet der Wissenschaftliche Beirat einen für die NAKO-Gesundheitsstudie wichtigen Ausschuss.

Mit einem einstimmigen Votum hat die Mitgliederversammlung folgende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für einen Zeitraum von 5 Jahren in den Beirat berufen: Prof. Dr. Julie Buring, Professorin am Brigham und Women's Hospital, Abteilung für Präventivmedizin Boston (USA), Prof. Diana Kuh, Professorin für Life Course Epidemiology am University College London United Kingdom, Prof. Dr. phil. Ph.D. MPH Nicole Prost-Hensch, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Swiss TPH·Abteilung für Epidemiologie und öffentliche Gesundheit und Professor Jørn Olsen, MD, PhD an der Aarhus University, Department of Public Health Aarhus in Dänemark.

Seit 2014 werden in der NAKO-Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkrankungen, zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression, genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Bis Ende Juli haben über 170.000 Personen (davon 24.000 an der zusätzlichen einstündigen MRT-Ganzkörperuntersuchung) an der NAKO-Studie teilgenommen.

Mehr dazu im Internet:

www.nako.de

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