Digitalisierung: Eine Hand weist in Richtung des Betrachters. Der ausgestreckte Zeigefinger zeigt auf eine Wolke aus Symbolen für medizinsche Themen.

Digitalisierung : Milliardenchance für die Medizintechnikbranche

In digitaler Medizintechnik stecken Milliarden. Das ermittelten das Beratungshaus Roland Berger und der Verband Spectaris in einer im Vorfeld der Medica vorgestellten Studie.

Medica: Blick auf einen Prospektständer. Auf dem Ständer sind die Logos von Medica und Compamed abgedruckt. Im verschwommenen Bildhintergrund gehenMenschen vorbei.

MEDICA und Compamed 2018 : „Aus dem Vollen schöpfen“

Heute wird in Düsseldorf die weltgrößte Medizinmesse Medica eröffnet. 120.000 Besucher werden erwartet. Vertreter der Branche nutzen den Messeauftakt, um für eine zentral gesteuerte Patientenakte zu werben.

Auf einer Petrischale sieht man Punkte, Bakterienkulturen.

Nosokomiale Infektionen : Antragstellung leichter gemacht: Webinar erklärt BMBF-Fördermaßnahme

Ein Webinar am 21. November 2018 erklärt die Förderrichtlinie „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“.

Vortrag auf der Medica: Ein älterer Herr steht vor einem Bildschirm und erklärt etwas. Mehrere Menschen stehen oder sitzen im Halbkreis umihn herumund hören aufmerksam zu.

MEDICA 2018 : Tipps für den Messekalender

Wie läuft das Nutzenbewertungsverfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses ab? Wie unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium Start-ups? Welche medizintechnischen Innovationen fördert derzeit das Bundesforschungsministerium? Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen gibt es am Stand der Bundesregierung auf der MEDICA.

Siemens Jahresbilanz 2018 : Konzern im Wandel

Es war ein turbulentes Geschäftsjahr für die Siemens AG – vor allem aufgrund der Umstrukturierung des Konzerns und des Börsenganges der Healthineers. Diese Woche zogen der Mutterkonzern in München und die Medizintechniksparte in Erlangen ihre Jahresbilanz.

Hintergründe

Eine weiß behandschuhte Hand hält eine Petrischale mit mehreren Keimproben: Krankenhauskeime, an denen 30.000 Menschen im Jahr in Deutschland sterben.

Gesucht: Medizintechnische Innovationen gegen Keime

Viele Infektionen, die in Krankenhäusern auftreten, könnten vermieden werden. Medizinprodukten und medizinischen Gerätschaften kommt bei der Übertragung unerwünschter Keime zwangsläufig eine große Bedeutung zu. Entsprechend groß sind Bedarf nach und Spielraum für innovative Ansätze, die Krankenhausinfektionen vermeiden helfen. Weiterlesen

Künstliche Intelligenz: Ein weißer Roboter mit menschlich anmutendem Gesicht berührt mit ausgestrecktem Zeigefinger einen Globus aus Licht, der vor ihm schwebt.

Amerikanische Zulassung auf dem Prüfstand

Sind für digitale Innovationen, insbesondere wenn sie auf selbstlernenden Algorithmen beruhen, andere Zulassungsverfahren notwendig als für klassische Medizinprodukte? Weiterlesen

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Pflicht Checkboxen

Seit 60 Jahren verlängern Herzschrittmacher das Leben vieler Patienten.

Der erste Herzschrittmacher wurde am 8. Oktober 1958 am Karolinska Universitätskrankenhaus in Stockholm eingesetzt. Mittlerweile gehört nicht nur Schweden sondern auch Deutschland zu den Weltmeistern. In kaum einem anderen Land werden jährlich so viele Herzschrittmacher und Kardioverter/Defibrillatoren (ICD) implantiert. Zusammengerechnet waren es im Jahr 2016 nach Angaben des aktuellen Deutschen Herzberichtes sage und schreibe 157.064 Operationen (Herzschrittmacher: 107.750 Operationen/ICD: 49.314 Operationen).

Bundesweit wurden 77.293 Herzschrittmacher neu eingesetzt, 18.578 Aggregate gewechselt und 11.879 Herzschrittmacher vollständig ausgetauscht – in 1.111 Kliniken. Allerding ist die Zahl der Krankenhäuser, die die Batterien austauscht (957 Kliniken) oder die Geräte komplett wechselt (925 Kliniken) etwas geringer. Dabei setzen die Kliniken im Schnitt 70 Herzschrittmacher pro Jahr ein. Die Fallzahlen der Aggregatwechsel (19 Fälle) und Revisionen (13) sind deutlich niedriger. Bei den ICD sind die Fallzahlen noch niedriger. 28.953 Implantate wurden in 771 Kliniken neu eingesetzt (Durchschnitt: 38 Fälle). 11.160 Aggregate wurden in 690 Kliniken ausgetauscht (Durchschnitt: 16 Fälle). Und 9.201 ICDs wurden in 619 Kliniken vollständig ersetzt (Durchschnitt: 15 Fälle).

Die Operation ist mittlerweile ein Standardverfahren und wird meist unter lokaler Betäubung durchgeführt – immer öfter ambulant. Die Neuimplantation von Herzschrittmachern dauert für Einkammersysteme im Schnitt 37 Minuten und 51 Minuten für Zweikammersysteme. Für die Aggregatwechsel werden im Schnitt 23 Minuten beansprucht. Revisionen dauern im Schnitt 45 Minuten. Dennoch kommt es immer wieder zu Komplikationen (Neuimplantation: 2,3 Prozent/1.805 Fälle; Aggregatwechsel: 0,2 Prozent/46 Fälle; Revisionen: 1,7 Prozent/196 Fälle).

Die Lebensdauer der Aggregate hängt nach Angaben der Autoren des Herzberichtes 2017 maßgeblich von der Batteriespannung ab. Derzeit beträgt die Lebensdauer für einen Herzschrittmacher neun Jahre und für ICDs sechs Jahre. Die geringere Lebensdauer der ICDs hänge mit der deutlich höheren technischen Komplexität zusammen. (lp)

Mehr dazu auf Medizintechnologie.de

60 Jahre Herzschrittmacher: Stromstöße aus der Schuhcremedose

Herzbericht 2017: Innovationen für bessere Therapieoptionen gesucht

Innovationsradar: Innovative Konzepte bringen den Markt in Schwung

Sechs Prozent aller Kinder in Deutschland leiden unter Adipostas.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 15,4 Prozent aller Kinder und Jugendliche in Deutschland übergewichtig und 5,9 Prozent adipös. Das Übergewicht bei Erwachsenen wird bestimmt über den Körper-Masse-Index (BMI). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Erwachsene mit einem BMI über 25 als übergewichtig ein, mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig. Mediziner sprechen dann von Fettleibigkeit oder Adipositas. Bei Kindern rechnen sie etwas anders: Ärzte werten die Entwicklungskurve der Jungen und Mädchen aus.

Adipositas entsteht aufgrund einer unausgeglichenen Energiebilanz im Körper, wobei die überschüssige Energie in Fett umgewandelt wird. Hauptursachen sind mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und Lebensstil. Für die WHO ist Adipositas kein reines Problem von OECD-Ländern, sondern ein globales Gesundheitsproblem, das sich vor allem in Städten geradezu epidemisch ausbreitet. Für Kinder und Jugendliche ist Übergewicht wegen der Langzeitfolgen fatal. Nachweislich verkürzt sich die Lebenserwartung. Studien belegen, dass Adipositas zu mehr als 60 Begleiterkrankungen führen kann, allen voran Diabetes mellitus Typ 2 sowie bestimmte Krebsformen oder Herz-Kreislaufstörungen.

Im Kampf gegen Übergewicht fordern Mediziner ein entschiedenes Vorgehen der Politik. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) spricht sich für einen nationalen Aktionsplan aus. BVKJ-Präsident Thomas Fischbach fordert, Bund, Länder und Kommunen müssten etwas gegen die Krankheit unternehmen. Der Verband schlug konkrete Schritte vor, unter anderem eine Zuckersteuer, eine Nährwertampel auf Produkten und ein Werbeverbot für ungesunde Nahrungsmittel. Gesetzliche Regelungen seien aber allein nicht ausreichend, um Kinder vor Über- und Fehlernährung zu schützen, so Fischbach. Ebenso wichtig sei es, dass Kinder sehr früh „Ernährungsbildung“ im Kindergarten und in der Schule erhielten. Auch die Stadtplanung ließe sich verbessern. „Wir brauchen Freiräume für Kinder, in denen sie sich bewegen können, spielen und herumtoben.“ (lp)

Mehr dazu im Internet:

RKI-Studie: Auswertung KIGGS-Welle 2

WHO: Childhood obesity

NEJM-Studie: Health Effects of Overweight and Obesity in 195 Countries

Die Hightech-Strategie der Bundesregierung: Ein Roboter jongliert mit hellen Kugeln. Auf seiner Brust steht in hellgrünen Lettern "KI" für "Künstliche Intelligenz". Eine gläserne Kuppel auf seinem Kopf gewährt Einblick in sein Gehirn. Es besteht aus Schaltkreisen. Auf den schwebenden Jonglierbällen sind kleine Symbole abgebildet: unter anderem ist eine KRankenschwester zu sheen, die einen Patienten im Rollstuhl schiebt, ein Tablettenblister, eine wuchernde Krebszelle.

90 Milliarden Euro steckt die Bundesrepublik jährlich in Forschung und Entwicklung.

Das sind drei Prozent des Bruttoinlandproduktes. Um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – darunter auch Gesundheit und Pflege – zu meistern, sieht die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung vor, diesen Anteil bis zum Jahr 2025 auf 3,5 Prozent zu erhöhen. Deutschland soll Forschungschampion bleiben und seinen Platz unter den zehn forschungsintensivsten Volkswirtschaften der Welt halten.

Davon wird auch die hochinnovative Medizintechnikbranche profitieren. Im Strategiepapier heißt es, der medizinische Fortschritt solle schneller bei den Patienten ankommen. Dafür stärkt die Bundesregierung die medizinische Forschung an den Universitäten, die Hochschulmedizin und Strukturen für klinische Studien. Insbesondere sagt sie Krebs den Kampf an und startet 2019 die Nationale Dekade gegen den Krebs. Außerdem will sie im Rahmen einer Roadmap Digitale Gesundheitsversorgung die relevanten Akteure an einen Tisch bringen – mit dem Auftrag, Deutschland in diesem Bereich zum Vorreiter zu machen.

Gemäß dem Fachprogramm Medizintechnik will sie die Medizintechnikbranche mit einer patienten-, versorgungs- und zugleich industrieorientierten Innovationsförderung unterstützen. Die Versorgungsforschung will sie stärken und eine gute medizinische Versorgung auch in ländlichen Regionen sichern, unter anderem mithilfe telemedizinscher Anwendungen. Zudem schreibt sich die Bundesregierung die Erforschung und Entwicklung neuer Pflegetechnologien sowie neuer Wirkstoffe auf die Fahne. Und sie sagt im Rahmen einer Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie Zucker, Fetten und Salz in Fertiggerichten den Kampf an.

Um diese Ziele zu erreichen, will die Bundesregierung neue Instrumente der Forschungsförderung etablieren. Sie will eine Agentur für Sprunginnovationen gründen und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen steuerlich fördern. (eh)

Best Practice

Eine Ärztin legt ihr Stethoskop auf die Brust eines Patienten.

Den Austausch mit Ärzten ermöglichen

Für Kliniken in Deutschland ist es zunehmend ein Problem, Ärzte für die medizinische Forschung abzustellen. Das Budget ist eng, die Personaldecke dünn und die Nachwuchsmediziner entscheiden sich seltener für eine Forschungskarriere. Die Industrie-in-Klinik-Plattform „NeuroTechGate“ will Abhilfe schaffen. Weiterlesen

MEC-ABC: Die Mitarbeiter der Industrie-in-Klinik-Plattform treffen sich einmal monatlich im Haus von Frau Ruth Kirschner-Hermanns. Im Bildhintergrund befindet sich ein Bücherregal, davor steht eine weiße Tafel. Neben der Tafel stehen ein Mann und eine Frau, die etwas auf der Tafel skizzieren. An einem Tisch vor der Tafel sitzen fünf Menschen, die auf die Tafel blicken und sich unterhalten.

Clinical-Affairs-Abteilung auf Zeit

Sie verstehen sich als Lotsen durch den Dschungel der klinischen Prüfung: Die Mitarbeiter der MEC-ABC GmbH mit Sitz in Aachen wollen kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, ihre Produkte zur Zulassung zu führen und am Markt zu platzieren. Weiterlesen

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