Nanoroboter: Ein futuristisches kugelförmiges Fluggerät bewegt sich eine rote Höhle.

Nanoroboter : Nano-Bots auf dem Weg zur Netzhaut

Wissenschaftler der Forschungsgruppe „Mikro-, Nano- und Molekulare Systeme“ am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart haben propellerförmige Nanoroboter entwickelt, die sich durch den Glaskörper des Auges bohren können, ohne ihn zu verletzen.

Diabetes Typ 1 : Insulinpumpe hilft

Am Montag sprach sich die Deutsche Diabetes Gesellschaft erneut für die Insulinpumpentherapie für Patienten mit unregelmäßigen Blutzuckerwerten aus.

Wochenrückblick : Auch Selbsteinweisung ins Krankenhaus möglich

Patienten dürfen sich nach einem jüngst gefällten Urteil des Bundessozialgerichtes auch selbst einweisen, dies unterstrich die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins diese Woche.

Augenheilkunde : Carl Zeiss Meditec wächst in Übersee

Gute Geschäfte in Asien und Amerika haben den Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich angetrieben. Umsatz und operativer Gewinn legten in den zwölf Monaten bis Ende September merklich zu.

Dialyse : Bad Homburger bauen China-Geschäft aus

Der Konzern Fresenius Medical Care investiert in den chinesischen Markt. Der deutsche Dialysespezialist will vom wachsenden Bedarf der Technologie für Blutwäsche in der Volksrepublik profitieren.

Hintergründe

Frankreich vernetzt sich: Blaue und rotleuchtende Lichtpunkte sind miteinander verbunden. In ihrem Zentrum erhebt sich ein purpurner Eiffelturm vor einem dunklen Hintergrund..

Frankreich wagt den großen Wurf

Nach Schweden ist Frankreich das zweite große europäische Land, das die Online-Videosprechstunde und den regulären Arztbesuch in der Abrechnung weitgehend gleichstellt. Wie genau funktioniert das? Und wie kam es dazu, dass Frankreich jetzt vorprescht? Weiterlesen

Eine weiß behandschuhte Hand hält eine Petrischale mit mehreren Keimproben: Krankenhauskeime, an denen 30.000 Menschen im Jahr in Deutschland sterben.

Gesucht: Medizintechnische Innovationen gegen Keime

Viele Infektionen, die in Krankenhäusern auftreten, könnten vermieden werden. Medizinprodukten und medizinischen Gerätschaften kommt bei der Übertragung unerwünschter Keime zwangsläufig eine große Bedeutung zu. Entsprechend groß sind Bedarf nach und Spielraum für innovative Ansätze, die Krankenhausinfektionen vermeiden helfen. Weiterlesen

Bleiben Sie immer auf dem Laufenden

Pflicht Checkboxen

175.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich an der Zuckerkrankheit.

Dies geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Diabetes Zentrums in Düsseldorf hervor. Das ist etwa ein Fünftel aller Todesfälle in Deutschland – „fast zehnmal mehr Menschen als bislang angenommen“, kommentiert Professor Dr. Dirk Müller-Wieland, Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG), die neuen Erkenntnisse. In der offiziellen Todesstatistik ist die Diabetes-Sterblichkeit bislang nicht abgebildet. Die Wissenschaftler haben des Deutschen Diabetes Zentrums haben dafür die Versorgungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherungen ausgewertet.

Weltweit hat sich die Zahl der diabetesbedingten Todesfälle zwischen 1990 und 2010 verdoppelt. Im Jahr 2013 sind schätzungsweise 5,1 Millionen Menschen weltweit und 620.000 Menschen in Europa an einem Diabetes bzw. an diabetesbedingten Folgeerkrankungen gestorben. Damit ist die Lebenserwartung für Menschen mit Diabetes im Durchschnitt um etwa fünf bis sechs Jahre kürzer als bei gleichaltrigen Personen ohne Diabeteserkrankung.

In Anbetracht der steigenden Krankheitszahlen sprechen Experten längst von einer Zuckerepidemie, ausgelöst von unserem modernen Lebenswandel: Wir essen zu viel, zu süß und zu fett und bewegen uns nicht genug. Das führt dazu, dass mittlerweile auch Kinder und Jugendliche am Diabetes Typ 2, dem sogenannten „Altersdiabetes“, erkranken. Die Deutsche Diabetes Hilfe schreibt auf ihrer Internetseite von 200 Jugendlichen unter 18 Jahren, die es jährlich trifft.

Die gute Nachricht: Weltweit sinkt die Sterblichkeit von Menschen mit Diabetes. Die Wissenschaftler des Deutschen Diabetes Zentrums führen dies auf eine verbesserte Prävention und medizinische Versorgung der Diabetes-Patienten zurück. Weitere Verbesserungen versprechen sich Experten durch die Digitalisierung. Dem Smartphone dürfte dabei künftig eine Schlüsselrolle zufallen, heißt es im Gesundheitsbericht 2019 der DDG: sowohl bei der Dokumentation der Blutglukosewerte und der therapeutischen Aktivitäten als auch bei der Abschätzung des Kohlenhydratanteils einer Mahlzeit basierend auf Handy-Fotos. Auch die Aufrüstung bei der Applikationstechnologie von Insulin sei vielversprechend. Smarte Insulin-Pens könnten Angaben zur verabreichten Insulindosis und dem Spritzzeitpunkt automatisch in eine Cloud übermitteln. Diabetologen können sie auswerten, es gibt auch bereits Sensoren, die unter die Haut implantiert werden, Glukosewerte kontinuierlich über 180 Tage hinweg messen und an ein Diabetesteam übermitteln. Bei Handlungsbedarf könnte das Smartphone den Patienten alarmieren.

Um den Diabetes einzudämmen, hat die Bundesregierung eine Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten beschlossen. (eh)

Mehr zum Thema:

Diabetes-Experten setzen auf innovative Medizinprodukte

Zuckerkrankheit – Mehr Tote als angenommen

Sichere und effektive Behandlung im Alltag

Verstehen, um zu heilen

Unterstützung aus der Ferne

Der Traum von der künstlichen Bauchspeicheldrüse

50 Prozent aller jungen Erwachsenen in Deutschland sind kurzsichtig. Tendenz steigend.

Vor allem in den Industrieländern ist die Anzahl kurzsichtiger Menschen rasant angestiegen. In einigen asiatischen Ländern beläuft sich die Quote sogar auf 95 Prozent. Prognosen gehen davon aus, dass bis zur Mitte dieses Jahrhunderts jeder zweite Mensch auf der Welt kurzsichtig sein wird.

Experten führen diesen Anstieg darauf zurück, dass Menschen heutzutage ihren Blick kaum noch in die Ferne schweifen lassen. Stattdessen sind sie überwiegend im Nahsichtmodus unterwegs: checken gleich nach dem Aufwachen ihre Mails, daddeln auf dem Weg zur Arbeit auf dem Smartphone, starren danach acht Stunden lang auf einen Bildschirm. Das gilt auch für Kinder, die immer weniger Zeit draußen im Freien verbringen.

Der häufige Blick auf nahe Computerbildschirme führt zu einem verstärkten Wachstum des Augapfels, damit zu einem längeren Augapfel und einer damit einhergehenden Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt. Ist ein Auge erst einmal in die Länge gewachsen, ändert sich das nicht mehr. Die Kurzsichtigkeit ist fürs ganze Leben besiegelt. Je früher sie einsetzt, umso stärker ist sie ausgeprägt. Kurzsichtige Menschen müssen nicht nur Brillen oder Kontaktlinsen tragen, sondern haben auch ein höheres Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen: Netzhautablösung, Schädigungen der Makula, erhöhter Augeninnendruck, der zu grünem Star führt. (eh)

Mehr dazu auf Medizintechnologie.de

Sehschwäche wird zur Normalität

Innovative Medizintechnik lässt tief blicken

Der Stent für das Auge

Seit 60 Jahren verlängern Herzschrittmacher das Leben vieler Patienten.

Der erste Herzschrittmacher wurde am 8. Oktober 1958 am Karolinska Universitätskrankenhaus in Stockholm eingesetzt. Mittlerweile gehört nicht nur Schweden sondern auch Deutschland zu den Weltmeistern. In kaum einem anderen Land werden jährlich so viele Herzschrittmacher und Kardioverter/Defibrillatoren (ICD) implantiert. Zusammengerechnet waren es im Jahr 2016 nach Angaben des aktuellen Deutschen Herzberichtes sage und schreibe 157.064 Operationen (Herzschrittmacher: 107.750 Operationen/ICD: 49.314 Operationen).

Bundesweit wurden 77.293 Herzschrittmacher neu eingesetzt, 18.578 Aggregate gewechselt und 11.879 Herzschrittmacher vollständig ausgetauscht – in 1.111 Kliniken. Allerding ist die Zahl der Krankenhäuser, die die Batterien austauscht (957 Kliniken) oder die Geräte komplett wechselt (925 Kliniken) etwas geringer. Dabei setzen die Kliniken im Schnitt 70 Herzschrittmacher pro Jahr ein. Die Fallzahlen der Aggregatwechsel (19 Fälle) und Revisionen (13) sind deutlich niedriger. Bei den ICD sind die Fallzahlen noch niedriger. 28.953 Implantate wurden in 771 Kliniken neu eingesetzt (Durchschnitt: 38 Fälle). 11.160 Aggregate wurden in 690 Kliniken ausgetauscht (Durchschnitt: 16 Fälle). Und 9.201 ICDs wurden in 619 Kliniken vollständig ersetzt (Durchschnitt: 15 Fälle).

Die Operation ist mittlerweile ein Standardverfahren und wird meist unter lokaler Betäubung durchgeführt – immer öfter ambulant. Die Neuimplantation von Herzschrittmachern dauert für Einkammersysteme im Schnitt 37 Minuten und 51 Minuten für Zweikammersysteme. Für die Aggregatwechsel werden im Schnitt 23 Minuten beansprucht. Revisionen dauern im Schnitt 45 Minuten. Dennoch kommt es immer wieder zu Komplikationen (Neuimplantation: 2,3 Prozent/1.805 Fälle; Aggregatwechsel: 0,2 Prozent/46 Fälle; Revisionen: 1,7 Prozent/196 Fälle).

Die Lebensdauer der Aggregate hängt nach Angaben der Autoren des Herzberichtes 2017 maßgeblich von der Batteriespannung ab. Derzeit beträgt die Lebensdauer für einen Herzschrittmacher neun Jahre und für ICDs sechs Jahre. Die geringere Lebensdauer der ICDs hänge mit der deutlich höheren technischen Komplexität zusammen. (lp)

Mehr dazu auf Medizintechnologie.de

60 Jahre Herzschrittmacher: Stromstöße aus der Schuhcremedose

Herzbericht 2017: Innovationen für bessere Therapieoptionen gesucht

Innovationsradar: Innovative Konzepte bringen den Markt in Schwung

Best Practice

M2OLIE: Eine menschengroße Puppe liegt auf einer Liege. Rechts und links von ihr stehen zwei kranartige Geräte. Über der Puppe leuchten OP-Lampen.

Forschungscluster statt Blockbuster

In Mannheim arbeiten Forscher, Industrievertreter und Kliniker am Interventionsraum der Zukunft. Das Ziel des Forschungscampus M2OLIE: die individuelle Therapie von Krebspatienten. Weiterlesen

Eine Ärztin legt ihr Stethoskop auf die Brust eines Patienten.

Den Austausch mit Ärzten ermöglichen

Für Kliniken in Deutschland ist es zunehmend ein Problem, Ärzte für die medizinische Forschung abzustellen. Das Budget ist eng, die Personaldecke dünn und die Nachwuchsmediziner entscheiden sich seltener für eine Forschungskarriere. Die Industrie-in-Klinik-Plattform „NeuroTechGate“ will Abhilfe schaffen. Weiterlesen