Im Vordergrund des Bildes blickt der Betrachter auf einen Computerbildschirm. Dort sind zwei Röntgenbilder zu shene. Die schwarz-weißen Aufnahmen zeigen das Innere von Kniegelenken. Es handelt isch um künstliche Kniegelenke. Hinter dem Bildschirm sind die leicht verschwommenen Silhouetten zweier Männer zu sheen. Einer sitzt und hält sich das Knie. Der andere steht neben ihm und scheint ihm etwas zu erklären.

Künstliche Kniegelenke : Wird zu schnell operiert?

In Deutschland werden immer mehr künstliche Kniegelenke eingesetzt – laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung auch bei Jüngeren unter 60 Jahren.

Auf blauem Hintergrund steht im linken oberen Drittel "EUROPEAN INTERVENTOR AWARD 2018" in pinker Schrift. In der rechten Bildhälfte steht Jens Frahm, der Gewinner des europäischen Erfinderpreises 2018, in älterer Mann mit grauen Haaren, dunklem Jackett und weißem Hemd mit einem metallenen Trophäe in beiden Händen.

Europäischer Erfinderpreis : Vater der modernen Magnetresonanztomografie

Das Europäische Patentamt hat den europäischen Erfinderpreis in der Kategorie „Forschung“ an den deutschen Biophysiker Jens Frahm verliehen. Mit seiner Arbeit hat er eine breite Anwendung der Magnetresonanztomografie in der klinischen Praxis erst möglich gemacht.

Online-Spielsucht gilt jetzt offiziell als Krankheitsbild. Das Bild zeigt einen jungen Mann, der mit verzerrtem Gesicht und mit einer Art Fernbedienung in der Hand auf den Betrachter zielt.

Kurz und bündig : Online-Spielsucht als Krankheit eingeführt

Der Wochenrückblick hält eine bunte Mischung aus News zur Online-Spielsucht, einer Elastographie-Studie, zu Versorgungszahlen von Hörgeräten und mehr bereit.

Das Städtische Klinikum München und Philips haben eine Innovationspartnerschaft mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro vereinbart. Auf demBild sindführende Vertreter desKlinikums und von Philips zu sehen:Insgesamt fünf Männer im Anzug stehen vor einem Poster mit der Überschrift "Innovationspartnerschaft". Zwei von ihnen schütteln sich die Hand. Alle lächeln und wirken zufrieden.

Kooperation : Philips kooperiert mit deutschen Kliniken

Im Rahmen einer millionenschweren Partnerschaft rüstet Philips das Städtische Klinikum München auf.

Intensivmedizin : Leben retten mit Hightech

Seit 50 Jahren gibt es die Intensivmedizin in Deutschland. Medizintechnologie.de sprach mit Professor Stefan John von der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN) über aktuelle Trends und Bedarfe für medizintechnische Innovationen in Notaufnahmen und Intensivstationen.

Hintergründe

Digitalisierung überrollt das SGB V

Es braut sich etwas zusammen in Digitaldeutschland. Noch fehlen der politische Rahmen und das dazugehörige Kleingeld, damit die Gesundheitswirtschaft durchstarten kann. Auf dem Hauptstadtkongress 2018 wurde das deutlich. Allen ist klar: Deutschland braucht einen gewaltigen Innovationsschub in Sachen Digitalisierung. Weiterlesen

Black-Box Notaufnahme

Die Notfallversorgung soll reformiert werden. Doch eigentlich wissen die Experten noch recht wenig über die Behandlungsqualität in den Notaufnahmen. Medizintechnologie.de sprach mit Professor Felix Walcher über den Stand der Forschung und die Notwendigkeit, ein Notaufnahmeregister für die Bundesrepublik aufzubauen. Weiterlesen

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Pflicht Checkboxen

31.073 Menschen in Deutschland sind 2015 an COPD verstorben.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD („Chronic Obstructive Pulmonary Disease“) liegt damit hierzulande auf Rang 6 der häufigsten Todesursachen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass COPD weltweit im Jahr 2030 den vierten Platz der häufigsten Todesursachen einnehmen wird. Bis dahin wird in Deutschland mit einem Anstieg auf 7,9 Millionen COPD-Betroffene gerechnet.

In der Öffentlichkeit grassieren eine Vielzahl von Bezeichnungen für diese Erkrankung, wie „chronische Bronchitis“ oder „Raucherhusten“. Denn COPD ist durch chronischen Husten mit oder ohne Auswurf und fortschreitende Luftnot gekennzeichnet. Die Bronchien sind chronisch entzündet, woraus eine Verengung der Atemwege mit chronischer Überblähung der Lunge sowie Zerstörung des Lungengewebes resultiert. Tabakrauchen stellt den bedeutendsten veränderbaren Risikofaktor für die COPD dar. Weitere wichtige Risikofaktoren sind berufliche Belastungen (zum Beispiel Steinkohlestaub) und Umweltfaktoren (zum Beispiel Feinstaub).

Die Deutsche Lungenstiftung schätzt, dass aktuell 10 bis15 Prozent der deutschen Bevölkerung an einer COPD leiden. 2015 mussten laut Statistischem Bundesamt 241.742 Patienten wegen der Lungenerkrankung vollstationär behandelt werden. Nach dem European Lung White Book ist unter den respiratorischen Erkrankungen die COPD mit dem größten Verlust an Arbeitstagen assoziiert: Der Verlust an Produktivität summiere sich in der Europäischen Union auf jährlich 28,5 Milliarden Euro. Die Gesamtkosten für die ambulante Behandlung der COPD betrage 4,7 Milliarden Euro, für die stationäre Versorgung 2,9 Milliarden Euro und für Medikamente 2,7 Milliarden Euro.

 

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Unterstützung für kranke Lungen

Die siebte Stufe zu erreichen … … das ist das Ziel von Krankenhäusern, die sich als digitale Vorreiter auszeichnen lassen wollen.

Denn die siebte Stufe bedeutet den ersten Platz im Electronic Medical Record Adoption Model (EMRAM) von HIMMS Analytics. Die HIMSS (Healthcare Information and Management Systems Society) ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Healthcare-IT-Mitgliederorganisation. Mit dem Ranking verfolgt das ausgegründete Beratungs- und Forschungsunternehmen HIMMS Analytics den digitalen Wandel der Medizin in den Krankenhäusern.

EMRAM soll als Orientierung für die digitale Transformation sowie als Möglichkeit zur offiziellen Anerkennung von digitalen Vorreitern genutzt werden. Die Kliniken arbeiten daran, die acht Stufen (0 – 7) zu absolvieren – mit dem Ziel, Stufe 7 zu erreichen: eine Umgebung, in der alle Aufzeichnungen über Patienten, ihre Diagnosen und die Behandlung papierlos funktionieren.

Zu Beginn des Jahres 2018 sind nur fünf Krankenhäuser in Europa in der obersten Stufe, darunter ist kein deutsches Krankenhaus. Das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg und das Klinikum Nürtingen sind derzeit die einzigen deutschen Kliniken in Stufe 6 und damit Mitglieder der begehrten Stage 6 & 7-Community.

Das EMRAM von HIMSS Analytics wurde 2005 in den USA entwickelt und 2010 erstmals auch für Europa veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2018 hat HIMMS Analytics die Beschreibungen und Voraussetzungen für die einzelnen Stufen geändert. Dadurch wird der fortschreitenden Entwicklung im Klinikbereich Rechnung getragen und die Messlatte angehoben, sich als wirklich fortschrittliches und digitales Krankenhaus bezeichnen zu können. (ga)

 

Weiterführende Informationen zum EMRAM:

Auflistung der Stage 6 & 7 Community

Neue EMRAM-Kriterien des Jahres 2018

1.202 Herzpumpen wurden im Jahr 2016 in Deutschland implantiert.

Die Deutsche Herzstiftung schätzt, dass etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland an Herzschwäche leiden. Stationär werden Patienten am häufigsten aufgrund von Krankheiten des Kreislaufsystems behandelt. Die häufigste Einzeldiagnose ist dabei die Herzinsuffizienz (ICD-10 I50, 455.250 Fälle). Und es kommen mittlerweile 11.000 Fälle pro Jahr hinzu. Zwischen 1995 und 2015 haben sich die Einweisungszahlen verdoppelt. Im Endstadium von Herzinsuffizienz hilft nur ein neues Herz. Es gibt aber nur extrem wenige Spenderherzen. 2016 wurden 297 Herzen in der gesamten Bundesrepublik transplantiert.

In Deutschland wurden laut Herzbericht im Jahr 2016 insgesamt 1.202 künstliche Herzpumpen, sogenannte Herzunterstützungssysteme, implantiert (und 1.732 Herzunterstützungssysteme explantiert). Nimmt man den IQTIG-Qualitätsreport 2016 zur Rechengrundlage, so werden gegenwärtig vier Mal mehr Herzunterstützungssysteme als menschliche Herzen in Deutschland implantiert. Zum Vergleich: Vor zwölf Jahren wurden lediglich 350 Herzunterstützungssysteme in Deutschland eingesetzt.

Mittlerweile gehen die Herzchirurgen dazu über, früher im Krankheitsverlauf die Herzunterstützungssysteme zu implantieren, um irreversible Folgeschäden an anderen Organen, etwa an der Leber oder den Nieren zu verhindern. Noch ist die Herztransplantation der Goldstandard, um Patienten mit Herzinsuffizienz im Endstadium zu behandeln. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Herzunterstützungssysteme in den nächsten zehn bis 15 Jahren absolut gleichwertig zu einer Herztransplantation sein werden. (lp)

 

Mehr zum Thema:

Innovationen für bessere Therapien gesucht

Bedarf an Herzunterstützungssystemen steigt

Interview: Break Even fast erreicht

Motor für ein zweites Leben

65 Prozent ihres Umsatzes erzielen deutsche Medizintechnikunternehmen im Ausland.

Insgesamt machten die Unternehmen (mit mehr als 20 Beschäftigten) nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2016 einen Umsatz von mehr als 28 Milliarden Euro. Die Branche ist überwiegend klein- und mittelständisch geprägt: 93 Prozent der Betriebe haben weniger als 250 Mitarbeiter.

Aufgrund des florierenden Auslandsmarktes wachsen die Umsätze nach wie vor – weltweit um 5,9 Prozent. Betrachtet man nur den Inlandsmarkt, fällt das Umsatzwachstum mit 2,9 Prozent allerdings nicht ganz so üppig aus.

Wichtigste Zielregion für deutsche Medizintechnikausfuhren ist derzeit die Europäische Union – 40 Prozent der Exporte gehen in die Mitgliedstaaten. Rechnet man die Ausfuhren ins restliche Europa dazu, beläuft sich das Exportvolumen ins europäische Ausland auf mehr als die Hälfte. Auf Nordamerika und Asien entfallen zusammen jeweils etwa 20 Prozent.

Neben den Exportzahlen zeichnen auch weitere Branchenkennzahlen ein positives Bild. In rund 1.250 Betrieben mit einer Unternehmensgröße von mehr als 20 Beschäftigten stehen insgesamt etwa 133.000 Menschen in Lohn und Brot. Nimmt man die 81.000 Beschäftigten aus 11.300 Kleinstunternehmen noch hinzu, kommt man auf insgesamt 214.000 Beschäftigte. Die Medizintechnikbranche ist also ein Jobmotor, der nach wie vor gut läuft. Sie ist überwiegend klein- und mittelständisch geprägt – 93 Prozent der Betriebe haben weniger als 250 Mitarbeiter. (eh)

 

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„Wir brauchen eine bessere Fortschrittskultur“

Quellen:

BVMed Jahresbericht 2017

Herbstumfrage 2017

Spectaris Jahrbuch 2017

Best Practice

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„Innovation ist hier nicht aufzuhalten“

Raúl Aguayo-Krauthausen ist Berater und Botschafter von „Made for my wheelchair“ – ein Projekt der sogenannten Open-Source-Szene, in dem Tüftler Zubehör und Add-ons für Rollstühle entwickeln. Im Interview mit Medizintechnologie.de erklärt er, warum es diese Community dringend braucht. Weiterlesen

Ein weißes Operations-Mikroskop, in welches eine Frau mit Operationskleidung hineinschaut.

Präzisionsbilder für die Neurochirurgie

Die optische Kohärenztomografie liefert hochauflösende Aufnahmen des Gewebes, ihre Weiterentwicklung Hochfrequenz-OCT sogar in Echtzeit und 3-D. Im Verbundprojekt Neuro-OCT wollen Lübecker Forscher die Technologie nutzen, um Tumoren des zentralen Nervensystems künftig radikaler und zugleich schonender zu operieren. Weiterlesen