Zwei Hände, die mit Gummihandschuhen geschützt sind, halten ein Tablet-PC vor einem Krankenbett in dem ein Patient liegt. Auf dem Tablet-PC läuft das EKG des Patienten.

Elektronische Patientenakte : Selbstverwaltung einigt sich auf Struktur

Ärzte und Kassen haben sich auf eine grundsätzliche Struktur der elektronischen Patientenakte verständigt. Damit könnte die Digitaliserung jetzt Fahrt aufnehmen.

Brustimplantate: Jemand in einem türkisfarbenem Kittel hält drei Gelkissen in seinen gummibehandschuhten Händen vor dem Oberkörper.

Wochenrückblick : Rechtsstreit um PIP geht weiter

Der Brustimplantateskandal wird neu aufgerollt. Und die deutschen Apotheker drängen auf die Digitalisierung des Gesundheitssystems.

BVMed-Pressekonferenz: Zwei Herren im Anzug sitzen hinter einem Tisch. Beide haben die Hände vor der Brust gefaltet. Auf em Tisch vor ihnen stehen mit Wasser gefüllte Gläser.

BVMed-Herbstumfrage : Stabile Branche fühlt sich ausgebremst

Die Lage der Medizintechnikbranche in Deutschland ist stabil – noch. Die Herbstumfrage des Bundesverbands Medizintechnologie zeigt, dass die Hersteller bang in die von der Medical Device Regulation verordnete Zukunft blicken.

Auf dem Bild sieht man ein Krankenhausbett. Links und rechts steht Medizintechnik.

Krankenhausstatistik : Behandlungszahlen bleiben auf Vorjahresniveau

Die stationären Behandlungszahlen sind im Jahr 2017 kaum spürbar zurückgegangen. Mehr als ein Drittel aller in eine Klinik eingewiesenen Patienten wurde operiert.

Auf einem Röntgenbild sieht man einen Streicholzschachtelgroßen Umriss eines Gerätes mit zwei Kabeln.

60 Jahre Herzschrittmacher : Stromstöße aus der Schuhcremedose

Vor 60 Jahren implantierte der schwedische Chirurg Åke Senning erstmals ein Herzschrittmacher-System in einen Körper. Heute werden in Deutschland jährlich etwa 100.000 Herzschrittmacher eingesetzt.

Hintergründe

Zwei Männer, wahrscheinlich ein Arzt und ein Patient, schauen auf eineHüfttotalendoprthese. Sie gehört dem Patienten, dem es eingebaut wird.

Statt Ex und Hopp: Implantate archivieren

Ausgediente Implantate sollten nicht sofort entsorgt werden. Das fordert die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Weiterlesen

Apple Watch: Eine schlanke Frau im schwarzen Gymnastikanzug macht eine Brücke. Einen Arm streckt sie nach oben. Am Handgelenk trägt sie eine Apple Watch.

Das EKG am Handgelenk

Vor Kurzem hat Apple die vierte Generation der Apple Watch vorgestellt. Fast zeitgleich hat die amerikanische Zulassungsbehörde FDA zwei kardiologische Apps der Apple Watch 4 als Medizinprodukte zugelassen. Weiterlesen

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Die Hightech-Strategie der Bundesregierung: Ein Roboter jongliert mit hellen Kugeln. Auf seiner Brust steht in hellgrünen Lettern "KI" für "Künstliche Intelligenz". Eine gläserne Kuppel auf seinem Kopf gewährt Einblick in sein Gehirn. Es besteht aus Schaltkreisen. Auf den schwebenden Jonglierbällen sind kleine Symbole abgebildet: unter anderem ist eine KRankenschwester zu sheen, die einen Patienten im Rollstuhl schiebt, ein Tablettenblister, eine wuchernde Krebszelle.

90 Milliarden Euro steckt die Bundesrepublik jährlich in Forschung und Entwicklung.

Das sind drei Prozent des Bruttoinlandproduktes. Um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – darunter auch Gesundheit und Pflege – zu meistern, sieht die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung vor, diesen Anteil bis zum Jahr 2025 auf 3,5 Prozent zu erhöhen. Deutschland soll Forschungschampion bleiben und seinen Platz unter den zehn forschungsintensivsten Volkswirtschaften der Welt halten.

Davon wird auch die hochinnovative Medizintechnikbranche profitieren. Im Strategiepapier heißt es, der medizinische Fortschritt solle schneller bei den Patienten ankommen. Dafür stärkt die Bundesregierung die medizinische Forschung an den Universitäten, die Hochschulmedizin und Strukturen für klinische Studien. Insbesondere sagt sie Krebs den Kampf an und startet 2019 die Nationale Dekade gegen den Krebs. Außerdem will sie im Rahmen einer Roadmap Digitale Gesundheitsversorgung die relevanten Akteure an einen Tisch bringen – mit dem Auftrag, Deutschland in diesem Bereich zum Vorreiter zu machen.

Gemäß dem Fachprogramm Medizintechnik will sie die Medizintechnikbranche mit einer patienten-, versorgungs- und zugleich industrieorientierten Innovationsförderung unterstützen. Die Versorgungsforschung will sie stärken und eine gute medizinische Versorgung auch in ländlichen Regionen sichern, unter anderem mithilfe telemedizinscher Anwendungen. Zudem schreibt sich die Bundesregierung die Erforschung und Entwicklung neuer Pflegetechnologien sowie neuer Wirkstoffe auf die Fahne. Und sie sagt im Rahmen einer Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie Zucker, Fetten und Salz in Fertiggerichten den Kampf an.

Um diese Ziele zu erreichen, will die Bundesregierung neue Instrumente der Forschungsförderung etablieren. Sie will eine Agentur für Sprunginnovationen gründen und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen steuerlich fördern. (eh)

Die steigenden Gesundheitsausgaben: von links nach rechts sechs treppenartig ansteigende Geldstapel mit €-Banderolen. links ein Junge, dann ein junger Mann, ein Mann mit Bart und Krawatte, ein alter Mann mit Krückstock und ein alter Mann im Rollstuhl. Dahinter ein symbolisches Krankenhaus mit rotem Kreuz.

Eine Milliarde Euro kostet die Gesundheitsversorgung in Deutschland – und zwar täglich

Das Gesundheitssystem wird immer teurer. Das Statistische Bundesamt (Destatis) prognostiziert die Gesundheitsausgaben für das Jahr 2017 auf insgesamt 374,2 Milliarden Euro – ein Anstieg um 4,9 Prozent. Im Vorjahr lagen die Gesundheitsausgaben bei 356,5 Milliarden Euro (2015: +3,8 Prozent) oder 4.330 Euro je Einwohner. Dies entspricht einem Anteil von 11,3 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Die höhere Wachstumsrate für das Jahr 2017 ist auf das dritte Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist. Dadurch erhalten beispielsweise demenzkranke Menschen mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Während die laufenden Gesundheitsausgaben innerhalb der vergangenen 16 Jahre deutlich angestiegen sind (2000: 208 Milliarden Euro, 2016: 350,2 Milliarden Euro), hat sich bei den Investitionen nahezu gar nichts getan (2000: 6,1 Milliarden Euro, 2016: 6,3 Milliarden Euro). Die größten laufenden Ausgabeposten 2016 waren Pflege (165,2 Milliarden Euro), Waren (96,8 Milliarden Euro), ärztliche Leistungen (95,4 Milliarden Euro) und Arzneimittel (55,1 Milliarden Euro). In ambulante Einrichtungen flossen 178,9 Milliarden Euro und in stationäre Einrichtungen 132,8 Milliarden Euro. Den größten Teil der Ausgaben tragen laut der Destatis-Berechnung die gesetzlichen Krankenkassen mit 212,4 Milliarden Euro (2016: 207,2 Milliarden Euro).

Ein Hauptgrund für die steigenden Gesundheitsausgaben ist die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik. Die höchsten Behandlungskosten fallen bei Krankheiten in den letzten Lebensjahren an. Allerdings lassen sich die Ausgabenzuwächse über die Demografie allein nicht vollständig erklären. Auch der medizinisch-technische Fortschritt führt zu Ausgabensteigerungen. Dadurch sind schwere Erkrankungen wie Krebs heute oft kein Todesurteil mehr. Vielmehr leben die Menschen mit ihren Erkrankungen. (lp)

Mehr dazu auf Medizintechnologie.de

Gesundheitsausgaben 2015: Fast eine Milliarde – täglich

DRG-Fallzahlen 2016: Mehr als ein Drittel aller Patienten operiert

Gesundheitsstatistik 2017: Steigende Behandlungszahlen, stagnierende Bettenauslastung

31.073 Menschen in Deutschland sind 2015 an COPD verstorben.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD („Chronic Obstructive Pulmonary Disease“) liegt damit hierzulande auf Rang 6 der häufigsten Todesursachen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass COPD weltweit im Jahr 2030 den vierten Platz der häufigsten Todesursachen einnehmen wird. Bis dahin wird in Deutschland mit einem Anstieg auf 7,9 Millionen COPD-Betroffene gerechnet.

In der Öffentlichkeit grassieren eine Vielzahl von Bezeichnungen für diese Erkrankung, wie „chronische Bronchitis“ oder „Raucherhusten“. Denn COPD ist durch chronischen Husten mit oder ohne Auswurf und fortschreitende Luftnot gekennzeichnet. Die Bronchien sind chronisch entzündet, woraus eine Verengung der Atemwege mit chronischer Überblähung der Lunge sowie Zerstörung des Lungengewebes resultiert. Tabakrauchen stellt den bedeutendsten veränderbaren Risikofaktor für die COPD dar. Weitere wichtige Risikofaktoren sind berufliche Belastungen (zum Beispiel Steinkohlestaub) und Umweltfaktoren (zum Beispiel Feinstaub).

Die Deutsche Lungenstiftung schätzt, dass aktuell 10 bis15 Prozent der deutschen Bevölkerung an einer COPD leiden. 2015 mussten laut Statistischem Bundesamt 241.742 Patienten wegen der Lungenerkrankung vollstationär behandelt werden. Nach dem European Lung White Book ist unter den respiratorischen Erkrankungen die COPD mit dem größten Verlust an Arbeitstagen assoziiert: Der Verlust an Produktivität summiere sich in der Europäischen Union auf jährlich 28,5 Milliarden Euro. Die Gesamtkosten für die ambulante Behandlung der COPD betrage 4,7 Milliarden Euro, für die stationäre Versorgung 2,9 Milliarden Euro und für Medikamente 2,7 Milliarden Euro.

 

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Best Practice

MEC-ABC: Die Mitarbeiter der Industrie-in-Klinik-Plattform treffen sich einmal monatlich im Haus von Frau Ruth Kirschner-Hermanns. Im Bildhintergrund befindet sich ein Bücherregal, davor steht eine weiße Tafel. Neben der Tafel stehen ein Mann und eine Frau, die etwas auf der Tafel skizzieren. An einem Tisch vor der Tafel sitzen fünf Menschen, die auf die Tafel blicken und sich unterhalten.

Clinical-Affairs-Abteilung auf Zeit

Sie verstehen sich als Lotsen durch den Dschungel der klinischen Prüfung: Die Mitarbeiter der MEC-ABC GmbH mit Sitz in Aachen wollen kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, ihre Produkte zur Zulassung zu führen und am Markt zu platzieren. Weiterlesen

„Innovation ist hier nicht aufzuhalten“

Raúl Aguayo-Krauthausen ist Berater und Botschafter von „Made for my wheelchair“ – ein Projekt der sogenannten Open-Source-Szene, in dem Tüftler Zubehör und Add-ons für Rollstühle entwickeln. Im Interview mit Medizintechnologie.de erklärt er, warum es diese Community dringend braucht. Weiterlesen

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